Die Vereinsgeschichte von
Paffi´s Dartstübchen

Es begab sich zu einer Zeit, als die Dartpfeile noch mannslang und die Dartscheiben noch aus Fell bespannten Knochen (früher sagte man Wildschwein dazu) bestanden. Einer Zeit, in der waghalsige Jäger Ihre Beute für den Winter erlegten, damit ihre Familien auch in der kalten Jahreszeit zu essen hatten und sie ihm wohlgesonnen waren.
Diese Geschichte spielt von Einem, dem dieses Glück nicht vergönnt war: Christian (auch Paffi genannt) Er war ein lieber Kerl. Lieb zu Frauen, lieb zum Regenwald und lieb zu einem damals noch aus Wurzeln gewonnenen, obergärigen Bräu, genannt BIT (Besonders belIebter Trunk). Doch leider traf er nach zu regem Genuss keine Wildschweine mehr, so dass seine Familie im Winter nicht genügend zu essen hatte. Als Einsparmaßnahme musste er sich somit in den Wintermonaten stets ein neues, warmes Quartier suchen.
Doch er war nicht alleine, denn schnell fand er Weges- und Leidensgefährten denen ein ähnliches Schicksal vorbestimmt gewesen war. Da waren

Achim – der die Baumkronen anderer Leute reparierte und somit keine Zeit zum jagen fand

Hermann – der immer alles selber aufaß

Frank – der sich lieber mit Wildschweinweitwurf als mit Wildschweinabwurf vergnügte

Frank – der alles erlegte in Wurzelbräu umsetzte

Hansi – der nie da war

Jürgen – der hatte einfach keine Lust

und später kam dazu:
Steff – der sowieso nie traf
Eine verwegene Truppe, die alle ein schlimmes Schicksal miteinander teilten und nur durch den innigen Zusammenhalt zueinander überlebten.
So zogen sie jeden Winter los, um auf das nächste Frühjahr zu warten. Einen kleinen Trost hatten Sie dennoch: der Rausch des Wurzelbräu´s, der ihre Lebenskraft erhielt, während der langen Trennung von Ihrer Familie.

..bis Christian am 73. Tag des Deliriums auf eine folgendschwere Idee kam:

„Lasst uns den Winter nutzen, um das Jagen zu üben, damit wir uns dann im nächsten Jahr am heimischen Feuer wärmen können“! Eine gute Idee, aber raus in die Kälte wollte dann keiner. Doch die Freunde wussten was zu tun war.

Sie überzogen die Tischplatte ihres Stammtisches mit einem Wildschweinfell und hängten diese an die Wand. Dann nahmen sie die Spitzen von Ihren Speeren und warfen sie, als wäre es eine echte Jagd in die Mitte des Tisches.

Man mag es kaum glauben, als der Winter vorbei war, war aus der verwegenen Truppe mehr oder weniger gute Jäger geworden. Ihre Familien empfingen sie mit stolz und als der nächste Winter nahte, waren die Vorratskammern gefüllt.

Doch, oh Schreck eines hatten sie nicht bedacht!

So schön das heimische Familienleben aus sein mag, so ganz konnten sie alte Gewohnheiten nicht ablegen und es verlangte sie nach ihren Kumpanen und dem Bit.

Und wieder war es Paffi, der die rettende Idee hatte, denn von nun an zogen sie regelmäßig, einmal im Monat zueinander, warfen ihre Speerspitzen in runde Tische und tranken Wurzelbräu.

... und wenn sie nicht gestorben sind, darten sie heute noch in „Paffi´s Dartstübchen

jetzt reicht´s - zurück by Steff